Viele sagen Canyon, andere Schlucht – meistens ist dasselbe gemeint. Fachlich ist ein Canyon eine besondere Form einer Schlucht.“Eine Schlucht ist ein enges, tief eingeschnittenes Gelände, das durch Wasser über lange Zeit ausgeformt wurde. Typisch sind steilere Felswände, kühleres Klima und oft Wasserläufe, Wasserfälle Rutschen oder ausgespülte Gumpen. Genau dort findet Canyoning statt. Man bewegt sich mitten durch diese natürliche Form.
Fachlich ist der Canyon eine Sonderform der Schlucht. Er entsteht in Gebieten mit waagerecht liegenden Gesteinsschichten. Da diese Schichten unterschiedlich hart sind, werden sie vom Wasser ungleichmäßig abgetragen: Es entsteht ein charakteristisches Treppen- oder Stufenprofil. Während „Schlucht“ der allgemeine deutsche Begriff ist, bezeichnet „Canyon“ in der Geomorphologie also spezifisch diese gestuften Felswände
„Canyoneering“ ist die in den USA gebräuchliche Bezeichnung für Canyoning. Es ist derselbe Sport: das Begehen einer Schlucht mit Techniken wie Abseilen, Klettern und teils Springen/Schwimmen. In Nordamerika liegt der Fokus oft auf trockenen, sehr engen Slot Canyons (z.B. in Utah/Arizona), während in Europa häufig wasserführende Schluchten im Vordergrund stehen.
Eine Klamm ist die extremste Form einer Schlucht. Sie ist so eng, dass der Talboden fast nur aus dem Flussbett besteht und die Felswände oft so steil oder überhängend sind, dass man den Himmel kaum noch sieht. Während eine Schlucht noch schräge Hänge haben kann, ist eine Klamm durchgehend schmal und tief in den harten Fels geschnitten.