Vor der Tour hörst du vielleicht Begriffe wie „Kehrwasser“ oder „Fixpunkt“. Keine Sorge: Du musst nichts auswendig lernen. Hier erklären wir dir ein paar Begriffe kurz und verständlich – damit du schon vorab einen kleinen Einblick bekommst und dich sicherer fühlst.Das Sicherheitsgespräch findet immer in der Nähe des Einstiegs zur Tour statt. Dort bekommst du Sicherheitsregeln und einfache Technik verständlich erklärt. Es geht nicht um Theorie, sondern um klare, praktische Infos. Danach weißt du genau, worauf es ankommt und was zu tun ist.
Das sind die Grundkommandos im Boot. Vorwärts heißt gleichmäßig paddeln Vorwärts, Rückwärts heißt gleichmäßig paddeln Rückwärts, Stop heißt Paddel aus dem Wasser. Die Kommandos sind bewusst kurz und klar, weil es im Wildwasser laut sein kann. Nach ein paar Minuten ist das komplett automatisch.
Kehrwasser ist ein ruhiger Bereich am Rand des Flusses, meist hinter einem Hindernis, wo das Wasser oft zurückfließt. Dort kann man sich kurz sammeln, erklären oder warten. Kehrwasser sind eine natürliche „Haltemöglichkeit“ für Boote und Schwimmer – Guides nutzen sie, um Touren kontrolliert zu führen.
Ein „Schwimmer“ ist jemand, der im Wasser ist, weil er aus dem Boot gefallen ist. Das klingt dramatisch, ist aber nicht automatisch gefährlich. Du lernst vorher, wie du dich im Wildwasser richtig verhältst. Der Guide reagiert sofort – niemand wird allein gelassen.
Wildwasserschwimmen ist die richtige Körperhaltung im Fluss: auf dem Rücken, Füße nach vorne, Kopf oben. So schützt du dich vor Hindernissen & kannst dich treiben lassen. Diese Technik wird im Sicherheitsgespräch erklärt & bei Bedarf geübt. Das gibt extrem viel Sicherheit.
Ein Fixpunkt ist ein sicherer Befestigungspunkt, z. B. ein Haken oder eine natürliche Sicherung. Dort wird das Seil befestigt, damit Abseilen kontrolliert möglich ist. Fixpunkte werden von Guides geprüft und professionell genutzt.
Ein Backup ist eine zusätzliche Sicherung. Das kann ein zweites System oder ein kontrollierender Sicherungspunkt in Form eines Menschen sein. Es ist ein Standard in professionellen Touren.
Redundant heißt: es gibt mehr als eine Absicherung. Wenn eine Komponente ausfällt, hält die andere. Das sorgt dafür, dass Sicherheitsreserven technisch vorhanden sind.
Bei Naturrutschen gibt es eine sichere Körperhaltung: Füße nach vorne, Po tief, Hände an den Körper. Der Guide zeigt dir jede Rutsche vorher. Du wirst also nie „blind“ irgendwo runtergeschickt.
Beim Canyoning gilt: Sprünge sind fast immer optional. Wenn du nicht springen willst, gibt es Alternativen wie Abseilen oder Umgehen.